PM: Ehrenamtliche brauchen mehr finanzielle Unterstützung und Würdigung ihrer Arbeit

Bundesweit engagieren sich knapp 30 Millionen Menschen; ob bei der Feuerwehr oder im THW, in Gewerkschaften oder Archiven, in soziokulturellen oder Naturschutzzentren, im Sport oder in Hospizen. Zum Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember 2022 erklärt Chantal Kopf, direkt gewählte Grüne Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Freiburg:

„Ehrenamtliche Arbeit ist ein unschätzbar wichtiger Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Unser Dank gilt den knapp 30 Millionen Freiwilligen in Deutschland, unter denen gut sieben Millionen Menschen Leitungs- oder Vorstandsfunktionen wahrnehmen und das bürgerschaftliche Engagement erst möglich machen. Mein ganz besonderer Dank gilt natürlich den zahlreichen Ehrenamtlichen hier in Südbaden“, so Kopf.

„Viele Ehrenamtliche wünschen sich eine dauerhafte und einfacher zugängliche finanzielle Unterstützung sowie eine deutlichere Würdigung ihrer Arbeit. Und sie wollen politisch mitgestalten. Gleichzeitig erlebe ich in meinen Gesprächen, dass sich Engagement wandelt: Engagierte wollen sich seltener langfristig an eine Organisation oder Aufgabe binden und stattdessen projektbezogen aktiv werden. Wir als Grüne Bundestagsfraktion setzen uns dafür ein, die Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements zu verbessern. Daher werden wir die Erfahrungen, die wir unter anderem in zahlreichen Gesprächen im Rahmen der Aktion „Engagement stark machen“ gemacht haben, in den am 01. Dezember 2022 von Bundesministerin Lisa Paus gestarteten Prozess zur Erarbeitung einer Engagementstrategie des Bundes einbringen“, erklärt Kopf. Bei der Aktion „Engagement stark machen“ haben viele Abgeordnete der Grünen Bundestagsfraktion Vereine und Initiativen überall in Deutschland besucht. Sie konnten sich ein Bild von dem unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen machen, die mit viel Freude und Kreativität ihrer Arbeit nachgehen.

„Bei meinen Besuchen in Ihringen und Ebringen habe ich mich jeweils mit Helferkreisen getroffen, die Geflüchtete beim Ankommen in Deutschland unterstützen. Ohne deren wichtiger Arbeit wäre die Situation von Geflüchteten in unserer Region bedeutend schwieriger. Was mich bei diesen Treffen wie auch sonst bei Gesprächen mit Ehrenamtlichen in Initiativen und Vereinen immer wieder beeindruckt, das sind die Ausdauer und der positive Tatendrang, mit denen die Freiwilligen helfen oder ihnen wichtige Themen voranbringen“, erklärt Kopf weiter.

„In meinen Gesprächen mit Ehrenamtlichen bekomme ich regelmäßig mit, dass gerade die Corona-Pandemie das freiwillige Engagement auf eine harte Probe gestellt hat. Bestehende Probleme haben sich verschärft, insbesondere Aktive zu halten oder neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen. Dass durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die rasant gestiegenen Energiepreise zusätzlich immer mehr Menschen auf Tafeln oder Unterstützung durch die Geflüchtetenhilfe angewiesen sind, macht die Situation noch komplizierter. Gleichzeitig hat die Krise hat auch gezeigt, was plötzlich alles möglich ist: Auf einmal wurde digital getagt, nicht mehr zeitgemäße Strukturen wurden hinterfragt und neu organisiert“, erklärt Kopf.

Mehr Informationen zur Engagementstrategie des Bundes finden Sie hier: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/lisa-paus-eroeffnet-den-deutschen-engagementtag-2022-205598