Meine Themen

Junge Themen in den Bundestag bringen

Meine Generation zahlt den Preis für die Zukunftsvergessenheit der Bundesregierung – beim Klimaschutz, aber auch in der Rentenpolitik oder bei der verschleppten Digitalisierung. Mit Fridays for Future, ebenso wie in der Coronakrise, zeigen junge Menschen, dass sie Verantwortung übernehmen können. Ich setze mich seit Jahren mit viel Herzblut für eine starke Stimme junger Menschen in der Politik und in unserer Partei ein und möchte nun dazu beitragen, dass meine Generation auch im Bundestag mitentscheidet. Freiburg ist neben Heidelberg die jüngste Stadt in Deutschland – mein junges Alter sehe ich daher als Chance für eine angemessene Repräsentanz.

Freihandel und Klimaschutz zusammendenken

Schon seit meiner Kindheit interessiere ich mich für das Weltgeschehen und so habe ich mich auch in meinem Studium auf den Bereich der Internationalen Beziehungen spezialisiert. Für meine Bachelorarbeit habe ich mich während eines Lehrforschungs-aufenthalts in Indonesien mit der Auseinandersetzung zwischen liberalem Islam und Islamismus beschäftigt. Seit Jahren treibt mich zudem die Frage um, wie globale Armutsbekämpfung, eine liberale, regelbasierte internationale Ordnung und der Klima- und Umweltschutz miteinander in Einklang gebracht werden können. Angesichts blockierter multilateraler Organisationen spielen hierfür Handelsbeziehungen eine Schlüsselrolle. Die EU muss ihre Handelspolitik gezielt für die Verteidigung von Menschenrechten und eine konsequente Umsetzung des Pariser Klimaabkommens einsetzen. In meiner Masterarbeit habe ich vierzehn Handelsabkommen im Hinblick auf Mechanismen für eine Stärkung des Umwelt- und Klimaschutzes untersucht, mit einem ernüchternden Ergebnis. Die zunehmende Kritik am geplanten Mercosur-Abkommen ist jedoch ein gutes Zeichen. Die EU und besonders Deutschland als starke Wirtschaftsnation stehen nun in der Pflicht, endlich wirksame Regeln und (Sanktions-)Instrumente in EU-Handelsverträgen zu verankern, anstatt lediglich Lippenbekenntnisse zum Klimaschutz zu formulieren.

Meine Bewerbung
für einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste
von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg

Liebe Freund*innen,

wir Grüne haben uns viel vorgenommen fürs Superwahljahr 2021: In Baden-Württemberg wollen wir weiterhin an der Spitze der Regierung zeigen, dass grüne Politik in einem Industrieland funktioniert. Und wir erheben auch im Bund einen politischen Führungsanspruch!

Klimaschutz global denken

Die nächsten Jahre sind entscheidend, um die Weichen für konsequenten Klimaschutz zu stellen – und zwar auf allen politischen Ebenen. Mir ist besonders wichtig: Die Klimakrise ist eine globale Krise. Wir können sie als Deutschland und Europa nur gemeinsam mit anderen lösen. Der Atmosphäre sind nationale Grenzen egal. Lasst uns daher immer im Blick behalten, wie groß unsere Verantwortung ist: Wir müssen beweisen, dass Klimaschutz Hand in Hand geht mit einer zukunftsfähigen Wirtschaft, einem gerecht verteilten Wohlstand und einer starken Demokratie. Denn unser Modell muss kopierfähig sein.

Wir müssen dafür grüne Technologien voranbringen und wettbewerbsfähig machen. Dafür brauchen wir eine innovative Forschungslandschaft und einen starken Mittelstand. Und wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die sich traut, einen klaren Rahmen zu setzen – statt darauf zu warten, dass sich alle Probleme irgendwie von selbst lösen.

Wir müssen aber noch weiter denken: Wir müssen international unsere Gestaltungsmacht nutzen – auch in der Handelspolitik. Statt wie das geplante Mercosur-Abkommen die Klimakrise weiter anzuheizen, müssen Handelsabkommen der EU endlich Klimaschutz, Umweltschutz und Menschenrechte verbindlich verankern und durchsetzbar machen. Die Handelspolitik wird uns in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen, auch weil wir China immer mehr als Systemrivalen betrachten müssen, und dank neuer Impulse aus den USA. Mein festes Ziel ist, dass wir Grüne uns hier mit klugen Konzepten einbringen, die den Anstieg und auch die Verlagerung von CO2-Emissionen verhindern und die den Klimaschutz international voranbringen. Das ist mein Herzensthema, für das ich mich mit meiner Expertise und Leidenschaft einsetze.

Für unser Landtagswahlprogramm habe ich die Arbeitsgruppe zu Europa und Internationales geleitet. Darin machen wir klar: Wir setzen den Green Deal bei uns zuhause konsequent um und übernehmen gleichzeitig auch in Europa und global Verantwortung, etwa durch Allianzen mit anderen Regionen und durch klare Erwartungen an Handelsabkommen. Diese Haltung brauchen wir auch in der nächsten Bundesregierung. Für Klimaschutz auf allen Ebenen und das 1,5-Grad-Ziel!

Der Partei eine starke Rolle geben

Als Kreisvorsitzende in unserer Hochburg Freiburg, als Mitglied des Landesvorstands, Sprecherin der LAG Europa und durch die Arbeit im Landtags- und Bundestagsbüro durfte ich unsere Partei auf vielen Ebenen – und viele von Euch – kennenlernen und bin mir sicher: Wir können das. Wir haben das Know-How in unserer Partei. Wir haben die richtigen Konzepte. Gemeinsam mit unseren über 107.000 Mitgliedern und dem starken Rückenwind aus der Zivilgesellschaft schaffen wir im Klimajahr 2021 den nötigen Aufbruch.

Wenn wir im Bund mitregieren, halte ich eine enge Anbindung an die grüne Basis und eine starke Rolle und laute Stimme der Partei für unverzichtbar – als jemand, der seit vielen Jahren viel Herzblut in die Parteiarbeit und unsere grünen Kernthemen, in starke Kreisverbände und eine gute Einbindung der zahlreichen Neumitglieder steckt, könnt ihr Euch dabei auf mich verlassen.

Ich freue mich über Eure Unterstützung auf einem Listenplatz unter den ersten 20.

Eure Chantal