Am 25. Oktober war ich zu Besuch bei AMICA e.V. Der Verein setzt sich für Frauen und Mädchen in Krisenregionen ein, denn diese sind in Kriegen in besonderer Weise betroffen, etwa durch sexualisierte Gewalt.
AMICA arbeitet dabei mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen, baut mit ihnen gemeinsam Schutzräume auf und unterstützt durch psychologische und medizinische Beratung, Weiterbildung und Hilfe bei Existenzgründung. Derzeit ist AMICA in der Ukraine, in Libyen, im Libanon und in Bosnien-Herzegowina engagiert.
Geschäftsführerin Cornelia Grothe und Hanna Riede (Öffentlichkeitsarbeit) gaben uns Einblicke in konkrete Projekte, schilderten z. B. wie im Libanon aktuell ein Bildungszentrum zur Unterkunft für Flüchtende umorganisiert wird. In Bosnien-Herzegowina dagegen wird deutlich, dass betroffene Frauen langfristige Unterstützung benötigen, denn Traumatisierung und Stigmatisierung dauern an und die Frauen dort benötigen u. a. juristische und psychosoziale Begleitung bei Gerichtsprozessen. Die Hilfe vor Ort ist immer angelegt auf nachhaltige Wirkung, indem Betroffene zu Multiplikatorinnen werden und auch durch ökonomische Unabhängigkeit an ihrer jeweiligen Gesellschaft teilhaben können.
AMICA erhält für die Hilfe in den Krisenregionen Projektgelder zum Beispiel vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und vom Familienministerium im Rahmen des Bundeprogramms „Demokratie leben“. Diese Projektgelder gehen vollständig in Unterstützungs- und Bildungsprogramme, die Arbeit in der Geschäftsstelle Freiburg wird durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Eine so wichtige Arbeit, die jede Unterstützung verdient. Ich habe kürzlich AMICA e. V. mit ihrer ehrenamtlichen Vorsitzenden Gabriele Michel für den Anne-Klein-Frauenpreis der Böll-Stiftung nominiert.
Begleitet haben mich beim Besuch Anna, Ida und Franka von Bündnis 90/Die Grünen Freiburg. Vielen Dank an alle bei AMICA für ihren Einsatz und die Einblicke bei unserem Besuch!