Wisst ihr, dass in Deutschland mehr als ein Drittel der produzierten Lebensmittel vernichtet werden? Und das, obwohl sich einige Unternehmen, Gastronom:innen und Supermärkte zu weniger Lebensmittelverschwendung verpflichtet haben, Lieferketten effizienter gestaltet wurden und entsprechende Aktionen und Rabattierungen bei MHD-nahen Produkten eingeführt wurden.
Der Verein foodsharing Freiburg @foodsharing_freiburg rettet täglich allein in Freiburg ca. 3,5 Tonnen Lebensmittel in über 100 Kooperationsbetrieben vor der Tonne. Und nicht nur das:
Sie setzen sich dafür ein, dass das Thema Lebensmittelverschwendung in Bildungseinrichtungen, in der allgemeinen Öffentlichkeit, den Medien und Lokalpolitik mehr Beachtung findet.
So kam auch der Wunsch nach Austausch mit mir zustande. In unserem Gespräch ging es darum, was die Politik gegen Lebensmittelverschwendung tun kann.
Wisst ihr, dass es Supermärkten in Frankreich verboten ist, unverkaufte Lebensmittel wegzuwerfen? In Deutschland scheitert die Weitergabe von Lebensmitteln an Tafeln oder andere soziale Einrichtungen oft an Hygieneregeln bzw. haftungsrechtlichen Bedenken. Wir Grüne wollen, das hygienerechtliche Anforderungen überprüft und Hilfestellungen entwickelt werden, um die Weitergabe von Speisen zu erleichtern.
Außerdem sind wir für die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums für bestimmte langlebige Produkte wie Nudeln oder Reis. Und wir fordern, dass Handelsunternehmen landwirtschaftliche Erzeugnisse nicht aufgrund von „Schönheitsmängeln“ zurückweisen dürfen.
Wie geht ihr mit dem Thema Lebensmittelverschwendung um? Habt ihr schonmal Lebensmittel gerettet? Wie haltet ihr es mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum? Schreibt mir eure Ideen und Erfahrungen in die Kommentare, vielleicht können wir gemeinsam andere inspirieren!
