Für ein Handwerk mit Zukunft

21. Mai 2026

Über 100.000 Menschen arbeiten allein im Kammerbezirk Freiburg in Handwerksbetrieben. In ganz Baden-Württemberg sind es ca. 800.000 in 140.000 Betrieben. Das sind die Leute, die unter anderem die Wärmepumpen einbauen, Dächer dämmen, Solaranlagen anschließen. Ohne sie findet die Energiewende schlicht nicht statt.

Und trotzdem läuft es für viele Betriebe gerade nicht rund. Strom ist teuer. Azubis findet man kaum. Wer einen Förderantrag stellen will, braucht dafür Zeit, die auf der Baustelle fehlt. Deshalb fordern wir: Die Stromsteuer muss endlich auf das europäische Mindestmaß sinken. Behörden dürfen Unterlagen nur einmal anfordern, nicht bei jedem Vorgang neu. Die Ist-Versteuerungsgrenze soll auf zwei Millionen Euro steigen.

Wer eine Ausbildung im Handwerk macht, soll davon leben können. Die Mindestausbildungsvergütung muss steigen, die Meisterausbildung soll kostenlos werden. Wir wollen auch mit einer Fachkräfteoffensive, den Quereinsteigern den Weg in klimarelevante Berufe erleichtert.

Und dann ist da noch die Frage, wer die Betriebe übernimmt. Viele Inhaber finden tatsächlich niemanden. Förderprogramme, die jährlich umgebaut werden, helfen dabei nicht weiter. Wir wollen langfristige Ausbauziele für Wärmepumpen, Photovoltaik und Gebäudesanierung festschreiben, eine neue Rechtsform für Betriebsübergaben einführen und ein Gewerbemietrecht, das kleine Betriebe schützt. Der Heizungsbauer, der heute Wärmepumpen einbaut, macht unsere Klimaziele erst möglich. Es wäre gut, wenn die Regierung das Handwerk auch endlich so behandelt.

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