Grüne und bezahlbare Wärme

21. Mai 2026

Nach Berechnungen von Fraunhofer und BUND kostet eine Gasheizung im Vergleich zur Wärmepumpe über 19 Jahre mehr als 18.000 Euro extra. Das ist keine Schätzung, das sind nachgerechnete Zahlen.

Die Bundesregierung weiß das. Trotzdem will sie mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz die 65-Prozent-Regel kippen, die seit 2024 vorschreibt, dass neue Heizungen überwiegend erneuerbare Energien nutzen müssen. Klimapolitisch ist das ein Rückschritt. Für Mieterinnen und Mieter ist es eine Kostenfalle. Wer zur Miete wohnt, entscheidet nicht, womit geheizt wird.

Freiburg hat 2021 einen der ambitioniertesten kommunalen Wärmepläne Deutschlands beschlossen. Damit dies erfolgreich sein kann, braucht es Planungssicherheit und gezielte Unterstützung bei energetischen Sanierungen.  Wir fordern in unseren Anträgen, dass die 65-Prozent-Regel bleibt. Dazu braucht es einen Heizkostendeckel für Öl- und Gasheizungen und eine Abwrackprämie, die den Umstieg jetzt attraktiv macht, nicht erst in fünf Jahren. Die Förderung soll sozial gestaffelt sein, wer wenig verdient und viel einspart, bekommt am meisten.

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